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Kleinruppin forever

Bewertung

Komödie | Deutschland | 2004

Der 19-jährige Bremer Tim Winter (Tobias Schenke) trifft bei einer Klassenfahrt in die DDR seinen unbekannten Zwillingsbruder. Der nimmt Tims Identität an und lässt ihn in der DDR zurück. Keiner glaubt Tims nun Behauptungen, aus dem Westen zu kommen

Als die in der DDR geborenen Zwillinge Tim und Ronnie noch Säuglinge waren, kamen ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben. 19 Jahre später, im Jahr 1985, ist Tim mit seiner Adoptivfamilie übergesiedelt und lebt in Bremen. Sein Vater ist ein wohlhabender Architekt und er selbst konzentriert sich auf seine Karriere als Tennisprofi.
Tim, ein Sonnyboy mit Popperfrisur und Lacoste-Klamotten, ahnt nichts von seinem Blutsverwandten auf der anderen Seite der Grenze. Bei einer Klassenfahrt im April in den ostdeutschen Ort Kleinruppin trifft Tim unerwartet auf seinen Zwillingsbruder Ronnie. Der möchte unbedingt mal in den Westen und bittet Tim, die Rollen zu tauschen. Als dieser sich nicht darauf einlässt, schlägt ihn Ronnie mit einer Flasche nieder und fährt in der Rolle seines reichen Zwillingsbruder zurück nach Bremen.
In Kleinruppin schenkt niemand Tim Glauben. Seine ständigen Behauptungen, er komme aus Westdeutschland, führen zu Problemen mit der Volkspolizei und der Staatssicherheit. Doch nichts hindert Tim daran, die DDR unbedingt wieder verlassen zu wollen. Die Gelegenheit bietet sich, als das Kleinruppiner Schwimmteam zu einem Wettkampf nach Bremen fahren soll. Tim lässt sich in den Sportverein aufnehmen und setzt alles daran, die Qualifikation für den Wettstreit zu schaffen.
Gelingt es Tim, aus der DDR zu fliehen? Wird er wirklich die hübsche und schlagfertige Krankenschwester Jana, in die er sich inzwischen verliebt hat, verlassen? Und was wird der Rockband oder seinem neuen Ziehvater Erwin, der ihn wie seinen eigenen Sohn liebt?

Hintergrundinformationen:

Die deutsche Ost-West-Komödie "Kleinruppin forever" wurde hauptsächlich in Wittenberge gedreht. Das Fabrikgebäude, in dem Tim arbeitet, war zu DDR-Zeiten das Betriebsgelände der ehemaligen Ölwerke und des Nähmaschinenwerks in Wittenberge. Hier wurden unter dem Namen "Veritas" Singer-Nähmaschinen hergestellt. Die Plattenbausiedlung, in der Jana wohnt, stand in Wittenberge-Nord. Der geplante Abriss der Gebäude wurde extra wegen der Dreharbeiten verschoben.
Andere Drehorte wie der Busbahnhof, an dem Tim und Jana sich kennenlernen, eine 1. Mai-Tribüne und die Werkskantine wurden nachgebaut. Weitere Drehorte waren der alte "Packhof" und die Bahnhofstraße.
Der Ort Kleinruppin ist fiktiv. Der Name basiert auf seiner Verwendung im Brandenburgischen und steht damit typisch für die Mark Brandenburg.

Originaltitel:

Kleinruppin forever

Regie:

Darsteller:

Produktion:

Drehbuch:

Bewertung:

3 von 5 Punkten, Anzahl: 1

Kurzreview von Rauche

(12.06.2011)

Amüsante Ost-West-Parodie, die zwischen dem Klamauk in "Sonnenallee" und der Dramaturgie in "Goodbye Lenin" anzusiedeln ist. Unbefangene, leicht verdauliche Kost und deshalb nicht nur für Ostalgiker oder 80er-Jahre-Fans empfehlenswert.