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Wer hat Angst vorm schwarzen Mann (Review)

von Rauche (19.01.2010)

Punkte:

2 (schlecht) von 5 Punkten

Review:

Wer möchte, dass ein Gewaltverbrechen aufgeklärt wird, sollte sich genau überlegen, wen er die Autopsie durchführen lässt. Auf keinen Fall sollte dies eine hoch engagierte aber offenbar unfähige Medizinstudium-Abrecherin sein, denn die kommt auf alle möglichen wilden Theorien, nicht aber auf die wahre Todesursache: Während die halbwegs unsympathische Sophie Lynsky gespielt von Luisa Katharina Davids an den Leichen der Opfer herumschnippelt (warum auch immer sie das ohne Abschluss darf) und ständig zu dem Schluss kommt, dass alles so schrecklich rätselhaft ist, klärt der verantwortliche Obduktionsarzt betrunken, desinteressiert und ohne sich die Toten genau anzusehen, kurzerhand ihre gröbsten Obduktionsfehler auf. Also von einer solchen selbsternannten Medizinerin möchte ich mich ja noch nicht einmal tot anfassen lassen. So zeigt der Mystery-Thriller "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" eindrucksvoll, wie wichtig doch eine abgeschlossene Ausbildung ist.
Ansonsten ist der Streifen ist dank der unspannenden Inszenierung, klaffenden Logiklöchern und farblosen Darstellern ein recht unglaubwürdiger Film. Insbesondere die desolate schauspielerische Leistung der Kinder entspricht ihren ebenso entsetzlichen Rollennamen "Paul" und "Klaus". Aber es sind ja nur kleine Kinder, denen man verzeiht man ja schnell, wie die Sendung "Das Supertalent" beweist, in der absolut talentfreie Gören mit nicht anzuhörendem Gekrächze weiterkommen, weil sie irgendwie niedlich sind.
Gelungen hingegen ist die Mischung aus Mythos und Realität. Insgesamt ist die ProSieben-Produktion ein Film, den man nicht unbedingt gesehen haben muss.